Kinotagebuch: Drei

Dieser Artikel ist Teil der Serie Filmkunstmesse 2010»

Drei (2010) von Tom Tykwer

Tom Tykwer kehrt zu seinen Wurzeln zurück: Nach seinen nur begrenzt überzeugenden ins Fach der großen internationalen Produktionen (Das Parfum und The International) nun wieder eine Dreiecks-Beziehungskomödie. Erzählte man den bloßen Plot, klänge Drei so wenig originell wie unglaubwürdig — aber Schicksal und Zufall, die Hauptzutaten der Tykwer’schen Gedankenwelt, ergeben dann doch eine überraschende und witzige Geschichte: Tykwer macht aus einer abgegriffenen Prämisse mit drei perfekt gecasteten Darstellern und clever gewählten Sets, mit ungewöhnlichen formalen Mitteln wie Split-Screens etwas Besonderes. Sicher, ein gezielt auf seinen Bundesstart zu Weihnachten geplantes Projekt, aber mit Sicherheit einer der wenigen sehenswerten Filme des Komödien-Genres.

Den Film zu sehen lohnt sich schon allein wegen der Eröffnungs-Sequenz: Zwei Minuten, die Tykwer ohne Zögern vom Film losgelöst für einen Kurzfilm-Oscar anmelden könnte.

Gesehen auf der Filmkunstmesse 2010

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