Kinotagebuch: Troubled Water

Und noch mal ein Festival-Film: “Troubled Water“, der auf der Filmkunstmesse lief.

“Der beste Film, den ich seit Jahren gesehen habe”, hat Michael Moore über diesen Film geurteilt. Mag schon sein: “Troubled Water” ist einer der Filme, die auch nach Monaten noch nachwirken. Ich hätte zwar Probleme, jedes Detail der Handlung wiederzugeben, aber die Stimmung des Filmes, den ich vor einem halben Jahr gesehen habe, ist immer noch präsent: Da ist Jan Thomas, Organist, gerade aus der Haft entlassen, der eine neue Anstellung in einer kleinen Kirchengemeinde in Norwegen findet. Die junge Pastorin Anna hat sich für ihn eingesetzt und ihm die Stellung verschafft. Aus der Sympathie für den Geläuterten wird eine Beziehung. Erst langsam stellt sich heraus, daß das, was vor acht Jahren geschah und der Grund für Jan Thomas’ Gefängnisaufenthalt war: Er wurde, damals noch als Jugendlicher, verurteilt für den Tod eines Kindes, den er zusammen mit einem Freund verschuldet hatte. Ein Kind, das Annas Sohn zum Verwechseln ähnlich sieht, und dessen Mutter plötzlich ebenfalls wieder auftaucht. Sowohl die Protagonisten als auch die Zuschauer verstehen erst allmählich die komplexen Zusammenhänge und Parallelen.

Ein Drama um Schuld und Sühne, ein beeindruckender Film!

Gesehen auf der Filmkunstmesse Leipzig 2009 (in der wunderbaren “Kinobar Prager Frühling“)

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