Kinotagebuch: Parkour

Ich habe noch ein gewaltiges Backlog meines Kinotagebuches zu bewältigen, darunter einige Filme, die jetzt anlaufen, die ich aber schon vor längerem auf einem Festival gesehen habe.

Also los: “Parkour” von Marc Rensing. Meine Original-Notiz aus Hof:

Und gleich der nächste Hoffnungsträger der jungen Filmszene: Marc Rensings Drama wurde mit reichlich Vorschußlorbeeren bedacht und hat in Hof auch den Kodak-Förderpreis gewonnen. Für mich im Vergleich zu den anderen jungen deutschen Filmen eher enttäuschend: Das Setting in der Parkour-Szene (Jugendliche nutzen Stadt und Industrieruinen als Spielplatz für waghalsige Klettereien und Sprünge) ist sehr spannend, inszeniert wurde der Film aber mit angezogener Handbremse — die Konflikte sind eher konventionell erzählt, die “Hauptperson sieht Menschen, die gar nicht da sind”-Idee ist m.E. etwas ausgelutscht und zu durchsichtig umgesetzt und diese Art von offenem Ende macht auf mich den Eindruck, daß der Drehbuchautor sich um eine Entscheidung drücken wollte. Kein schlechter Film, aber man ist halt verwöhnt …

Gesehen auf den Hofer Filmtagen 2009

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