Kinotagebuch: Submarino

Submarino (2010) von Thomas Vinterberg

Thomas Vinterberg haftet der Fluch an, vor allem durch einen so hervorragenden Film bekannt zu sein (Festen, dem m.E. herausragenden Film der Dogma-Bewegung), daß alles danach immer daran gemessen wird.

Submarino ist (wie auch die anderen Filme, die Vinterberg seit Festen vorgelegt hat) handwerklich ganz anders als dieser: Er ist kunstvoll konstruiert statt improvisiert. Gemeinsam haben die Filme natürlich, die Untiefen des menschlichen Miteinanders ausloten zu wollen.

Prinzipiell gelingt das Vinterberg in Submarino hervorragend: Sein Schuld-Drama ist glänzend gespielt und gefilmt und geht absolut unter die Haut. Ein bißchen krankt der Film aber an seiner Konstruiertheit und an dem einen oder anderen weiteren Plot-Twist zu viel. Dennoch: Ein beeindruckender Film.

Gesehen in der Weltpremiere auf der Berlinale 2010

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