Der Japaner Sabu ist in Europa vor allem für seinen Film Monday (2000) bekannt.
Auch Kanikôsen hat wieder eine mehr als absurde Handlung: Arbeiter, die im inneren eines Krabben-Fangschiffs fast wie in einem Gefängnis hausen müssen, proben den Aufstand — zunächst zum (letztlich nicht als zielführend erachteten) Massenselbstmord, dann durch Revolution.
Sabu entwirft eine groteske Umgebung für seine Unterdrückungs-Parabel, mit riesigen Zahnrädern und endlosen Reihen von Krebsfleisch-Dosen, unbarmherzigen Bestrafungen des despotischen Schiffsführers und auch immer wieder fast albernen Abschweifungen und Rückblenden.
Ein durch und durch unterhaltsamer, wenn auch etwas merkwürdiger Film …
Gesehen auf der Berlinale 2010