Kinotagebuch: En Familie
En Familie von Pernille Fischer Christensen
Auf in den letzten Berlinale-Tag …
Ein Familien-Drama: Ditte ist zerrissen zwischen der großen Zukunft, die in New York auf sie wartet, wo der jungen Galeristen ein Traumjob angeboten wurde, und ihrer Heimat in Dänemark, wo ihr krebskranker Vater dem Tod zunächst scheinbar noch mal von der Schippe springen konnte, dann aber doch von der Krankheit außer Gefecht gesetzt wird. Er bangt um die Zukunft seiner erfolgreichen und seit Generationen bestehenden Bäckerei — in Ditte sieht er die einzige, der er zutraut, sein Erbe weiterzuführen.
Ein in den Hauptrollen sehr treffend besetzter Film, der allerdings seine Nebenrollen etwas vernachlässigt: Die komplizierten Familienverhältnisse der Patchwork-Familiendynastie werden zwar in einem wunderschönen Vorspann vorgestellt, danach tauchen manche Figuren aber zu selten und dann etwas unvermittelt auf, als daß sie Teil des ganzen werden könnten. Das hochemotionale Ende wird von der Zielgruppe aber sicherlich goutiert werden (und den Absatz von Papiertaschentüchern in die Höhe schnellen lassen).
Gesehen auf der Berlinale 2010

