And the Oscar goes to … (4)

Hier noch zwei Youtube-Videos, die man sich als kleinen Oscar-Nachklapp ansehen sollte:

Einerseits die Dankesrede, die wir verpaßt haben weil Mickey Rourke ja beim Oscar für den besten Hauptdarsteller leer ausgegangen ist — den Independent Spirit Award hat er wenige Tage vorher erhalten und ist auf dem besten Wege, Jack Nicholson als coolste Sau in Hollywood abzulösen:

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YouTube Direkt:

Und im zweiten Video das, was Kate Winslet bei ihrer Rede eigentlich sagen wollte. Hier ihr (großartiger) Auftritt in der (großartigen!) Serie Extras von Ricky Gervais, dem Erfinder von The Office (aka die Serie, von der Stromberg abgekupfert wurde).

In Extras spielen bekannte Schauspieler bekannte Schauspieler (nämlich sich selbst) am Set verschiedener Filme, in denen jeweils Ricky Gervais und Ashley Jensen als Komparsen Andy Millman und Maggie Jacobs (“Extras”) mit ebenso ungebrochenen wie unerreichbaren Träumen von Größerem mitspielen.

Das ganze ist vor allem in der ersten Staffel unglaublich witzig, vor allem, wenn wie Ben Stiller, Patrick Steward und eben Kate Winslet Schauspieler beteiligt sind, denen es nichts ausmacht, sich bei so einem Projekt mal richtig zum Brot zu machen.

Mir war zwar Winslets Auftritt noch gut in Erinnerung, die als Darstellerin in einem Nazi-Film im Nonnenkostüm in den Drehpausen ihren Kollegen gerne mal Tipps für schmutzigen Telefonsex gibt (und zwar den Extras Ashley Jensen als Maggie Jacobs als Anne Frank, während Ricky Gervais als Andy Millman als Nazi danebensitzt). Aber mir war tatsächlich entfallen, daß sie ihre Rollenwahl damit begründet, daß die Oscars schließlich immer an Nazi-Filme vergeben werden “Schindler’s bloody list, the Pianist — Oscars coming out their ars” …

Ich bin mir sicher, daß die Academy nur darauf gewartet hat, bis Winslet mal tatsächlich eine Nonne im 3. Reich eine KZ-Wärterin spielt und daß die Academymitglieder diese DVD zusammen mit der von The Reader geliefert bekommen haben. Das erklärt auch, warum sie für The Reader und nicht für ihre Rolle im ungleich stärkeren Revolutionary Road nominiert wurde.

Seht also selbst, für welchen Auftritt Kate Winslet ihren Oscar tatsächlich erhalten hat:

eingebunden mit Embedded Video

YouTube Direkt:

(Das ist ein französisch untertitelter Zusammenschnitt der besten Szenen aus der Folge für alle, die nicht im Besitz der DVD sind, was eigentlich unverzeihlich ist. Die ersten Staffel ist inzwischen auch in Deutschland erschienen oder bei den üblichen Versendern in Großbritannien erhältlich).

Vermutlich übt Winslet schon für ihre nächste Oscar-Rolle, dann als Behinderte …

Danke an Christian Ihle vom taz-Blog “Monarchie und Alltag” für beide Hinweise …

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